Rondeau

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RONDEAU

Ein Rondeau ist ein einstrophiges Gedicht aus mindestens 8 Versen, meist aber 13 Versen plus 2 Kehrreimen (refrainartige Wiederholung der Anfangsworte des ersten Verses). Die 13 Verse sind in drei Gruppen zu 5, 3 und 5 Versen unterteilt. Die Kehrreime werden eingeschoben nach dem 8. und dem 13.Vers, so dass sich zusammen mit den ungereimten Wiederholungen 15 Zeilen ergeben. Die 13 Verse bestehen aus 8 bis 10 Silben, das entspricht 4 oder 5 Versfüßen.

Als Metren kommen Jambus und Trochäus in Frage. Auch für das Rondeau gilt die Beschränkung auf zwei Endreime (a und b).

Bitte beachten:
Obwohl gleich lautend (homonym), können sich die Kehrreime im Bedeutungsinhalt unterscheiden. Dadurch lässt sich die Aussage(absicht) des Gedichts verändern.

Beispiel:

Die schönen Falter uns beglücken (a-Refrain)
wenn tanzend sie die Lüfte schmücken (a)
bei Mondenlicht und Sonnenschein, (b)
beim „Blumenblütenstelldichein“. (b)
Da darf die Muse uns doch drücken (a)

und unsre Sinne neu bestücken, (a)
denn Süßes wollen alle pflücken. (a)
Ein Schwärmer kann ein jeder sein! (b)
Die schönen Falter uns beglücken. (a-Refrain)

Ein Flügelschlag, der kann verzücken, (a)
lässt Augen glänzen vor Entzücken, (a)
und unsre Welt auch bunter sein. (b)
Ist dieses Wunder noch so klein, (b)
so lass es flatternd näher rücken. (a)
Die schönen Falter uns beglücken... (a-Refrain)

© by Thomas Brod 2011

 

 

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