Ghasel

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GHASEL

Das Ghasel oder die Ghasele (auch Gasel; von der Arabischen Sprache | arab. ghasala = (Garn) spinnen; flirten, umwerben) ist eine Liedform, die im 8. Jahrhundert in Südasien| im südasiatischen Raum zwischen Indien und Persien entstanden ist. Seit dem 19. Jahrhundert wird es auch als Reimschema in der Deutsche Sprache | deutschsprachigen Lyrik verwendet.

Ein Ghasel besteht aus einer Folge von zweizeiligen Strophen (4 bis X-zweizeiligen Strophen), deren zweiter Vers immer den in der ersten Strophe angewandten Reim hat ("wiederkehrender" oder "rührender" Reim):

Reimschema: a a - b a - c a - d a - e a - f a

In der ursprünglichen Form des Ghasel trägt jedes dieser Verspaare eine eigene Bezeichnung und hat eine spezielle, streng festgelegte Funktion.

Jedes Verspaar ist/kann unabhängig vom anderen sein, es muss keine Kontinuität zwischen den Verspaaren herrschen. Natürlich können Verspaare zu einem Thema gebildet werden. Die Zeilenlänge sollte ungefähr gleich lang sein / die selbe Metrik haben.

Beispiel:

Die Raupen kriechen durch ihr Leben (a)
und fressen ist ihr Haupterstreben. (a)

Sie wachsen schnell und werden fetter, (b)
denn grüne Blätter schmecken eben. (a)

Und häuten müssen sich die Wesen, (c)
damit ihr Wachstum ist gegeben. (a)

Die satten Raupen sich verpuppen, (d)
in Ruhestand sie sich begeben. (a)

Jetzt heißt’s verwandeln in der Stille (e)
und einmal träumen auch vom Schweben. (a)

Gelingt dies Wunder der Natur, (f)
wird sich ein Schmetterling erheben. (a)

© by Thomas Brod 2011

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