Ritornell

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RITORNELL

von italienisch ritornello, Verkleinerungsform zu ritorno = Wiederkehr. Das Ritornell ist eine alte Form der italienischen Volkspoesie. Das Ritornell hat beliebig viele dreizeilige Strophen, mit dem Reimschema axa, seltener aax oder xaa, wobei statt einem Reim auch Assonanz auftreten kann (auch bei der eigentlich reimlosen Mittelzeile); Es ähnelt der Terzine.

Im Deutschen hat das Ritornell durch die Nachbildung häufig nur eine Strophe. Das Metrum ist variabel. In der Dichtung wird aber Endecasillaba bevorzugt (jambischer Fünfheber mit 10 Silben bei betonter (männlicher) Endung (Kadenz) und 11 Silben bei unbetonter (weiblicher) Endung (Kadenz).

Die erste Zeile ist oftmals bedeutend kürzer (ein Wort bis drei Worte) als die dritte Zeile, enthält einen kurzen Ausruf oder Frage. Bei dem Ausruf handelt es sich meist um Anrufung oder Nennung einer Blume.

Wird die Eingangszeile durch Verkürzung und teilweise auch durch Rhythmisierung besonders betont, handelt es sich eindeutig um ein Ritornell, bei gleicher Länge der Verse besteht Nähe zur unechten Terzine.

Beispiel:

Falter und Rosen -
Sie zeigen uns kurz ihre ganze Pracht.
Bewundern kann ich sie und möcht’ sie kosen.

© by Thomas Brod 2011

 

 

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