Pantun

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PANTUN

Bei dieser etwas mystischen Form des Gedichts, dem malaiischen Pantun, wiederholt sich jede Verszeile.Das bedeutet, dass man jeder Zeile zweimal einen Sinn geben muss und nichts Neues sagen kann, ohne auf das, was vorher war, Bezug zu nehmen.

Zur Form:

- Jede Strophe hat vier Zeilen.
- Zeile 2 und Zeile 4 einer Strophe werden zu Zeile 1 und Zeile 3 der nächsten Strophe.
- Ein Pantun muss mindesten 2 Strophen und kann aber sonst beliebig viele Strophen haben
- Zeile 1 und Zeile 3 werden erst am Ende des Gedichts in der letzten Strophe wiederholt –
- dafür gibt es zwei mögliche und gebräuchliche Varianten - keine Panik, einfach Zeilen durchnummerieren.
- ein Pantun kann reimend oder nicht reimend geschrieben werden

Das Muster 1 ist:

1,2,3,4,
2,5,4,6,
5,7,6,8,
7,3,8,1, etc.

Das Muster 2 ist:

1,2,3,4,
2,5,4,6,
5,7,6,8,
7,1,8,3, etc.


Beide Varianten sind in der Literatur gebräuchlich, deshalb bitte nicht wundern, wenn man mal die eine und dann wieder die andere Version liest.

Beispiel:

Schmetterling

Noch schwankt und wankt der Schmetterling. (1)
Er ringt und taumelt mit den Schwingen. (2)
Zwei zarte Fühler hat das Ding. (3)
Sein Rüssel will in Nektar dringen. (4)

Er ringt und taumelt mit den Schwingen. (2)
Zu Blumen zieht’s den Falter hin. (5)
Sein Rüssel will in Nektar dringen, (4)
denn Blüten sind in seinem Sinn. (6)

Zu Blumen zieht’s den Falter hin. (5)
Er segelt durch die süßen Lüfte, (7)
denn Blüten sind in seinem Sinn. (6)
Wie zahlreich bunt sind doch die Düfte. (8)

Er segelt durch die süßen Lüfte, (7)
der Schwärmer, Spanner, Luftikus. (9)
Wie zahlreich bunt sind doch die Düfte, (8)
und diese bringen viel Genuss. (10)


Der Schwärmer, Spanner, Luftikus. (9)
Zwei zarte Fühler hat das Ding (3)
und diese bringen viel Genuss. (10)
Noch schwankt und wankt der Schmetterling. (1)

© by Thomas Brod 2011

(nach Muster 1)

 

 

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