Haiku Tanka Senryu

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HAIKU - TANKA - SENRYU

Das Haiku sind immer Dreizeiler: Klassisch ist die Silbenfolge 5-7-5, entstanden aus der ersten "Oberstrophe" der Tanka. Siehe unten Zusammenfassung über japanische Kurzlyrik.

Beispiel:

Ei, Raupe, Puppe
Durch die Metamorphose
Zeigt sich Schmetterling

Haiku © by Thomas Brod 2011

Das Tanka ist ein 31-silbiger Fünfzeiler. Es besteht aus dem 3-zeiligen kami-no-ku mit 5-7-5 Silben und dem 2-zeiligen shimo-no-ku mit je 7 Silben. Daraus ergibt sich das Silben-Schema: 5-7-5 7-7

Beispiel:

Tag- und Nachtfalter
Schwebekünstler der Stille
Schwärmer und Spinner
Wie auch Fuchs und Admiral
Ein ganzes Meer aus Farbe

Tanka © by Thomas Brod 2011

Beim Haiku geht es um Eindrücke der Natur, beim Senryu steht das seelische Erleben im Vordergrund. Die Aufteilung: 5- 7- 5 Silben bleibt bestehen.

Beispiel:

Schmetterlingstanz

Ein bunter Reigen
Lässt mich selbst heiter schweben
Meine Gefühle

Senryu © by Thomas Brod 2011

Ausführlichere Zusammenfassung zur japanischen Kurzlyrik

Der Tanka

Die Tanka-Dichtkunst wurde in den Anfängen vor allem vom höfischen Adel gepflegt. So wurden am Kaiserhof unter anderem regelmäßig Tanka-Wettkämpfe durchgeführt, deren Ausgang nicht zuletzt über den sozialen Status der teilnehmenden Höflinge entschieden. (Beispiel für einen Tanka-Wettstreit:: Wer dichtet das beste Tanka auf ein bestimmtes Stichwort hin.)

Das Tanka behandelt - im Gegensatz zum auf die Naturbetrachtung konzentrierten Haiku - alle Themen des japanischen Lebens. Zur Zeit der ersten Kaiser standen vor allem Liebe und Wein im Zentrum der Tanka, danach - zur Zeit der Kriegerfürsten und Samurai - oft Kampf und Krieg.

Wie das Haiku wurden die Tanka jedoch auch vom Zen-Buddhismus und dem Shintoismus geprägt. Deshalb behandeln auch viele Tanka Naturszenen und die Vergänglichkeit des Seins.

Das Tanka ist ein 31-silbiger Fünfzeiler. Es besteht aus dem 3-zeiligen kami-no-ku mit 5-7-5 Silben und dem 2-zeiligen shimo-no-ku mit je 7 Silben. Daraus ergibt sich das Silben-Schema: 5-7-5 7-7
Mit dem kami-no-ku - dem Dreizeiler oder der Oberstrophe - wird das Thema des einzelnen Tanka quasi einleitend umrissen. Im shimo-no-ku - dem abschließenden Zweizeiler oder der Unterstrophe - wird die Schlussfolgerung gezogen und damit das Thema abgeschlossen. Was für die Haiku gilt, gilt auch für die Tanka: In der deutschen Übersetzung kann die vorgeschriebene Silbenzahl nicht immer eingehalten werden. Doch Technisches beiseite: Lassen Sie sich doch einfach durch die nachfolgenden Tanka zum Nachdenken verführen...

Das Haiku

Die Haiku sind - wie ihre "Ahnen" die Tanka - japanische Kurzgedichte. Ausgehend von einer Naturbetrachtung wollen die Haiku den Leser dazu anregen, über die Flüchtigkeit und Vergänglichkeit des Seins nachzudenken.
Wie ein Schnappschuss wird eine Stimmung vom Dichter eingefangen und auf kleinstem Raum mit minimalen sprachlichen Mitteln wiedergegeben. Oft soll der Leser bei der Betrachtung des einzelnen Gedichtes "dahinterschauen" und quasi aus dem Kleinen heraus auf das ganze Universum und seinen eigenen Platz darin blicken können.
Manchmal aber gibt ein Haiku auch bloß die augenblickliche Gemütslage des Dichters wieder...

Haiku sind immer Dreizeiler: Klassisch ist die Silbenfolge 5-7-5, entstanden aus der ersten "Oberstrophe" der Tanka.

Die japanische Sprache ist jedoch sehr viel komprimierter als die deutsche. Die richtige Silbenanzahl kann bei der Übersetzung von Haiku ins Deutsche deshalb nicht immer eingehalten werden.
Aber was soll's: Selbst die größten japanischen Haiku-Dichter haben sich nicht immer an diese (wie an die vielen anderen) Regeln der Haiku-Dichtung gehalten.

Beispiel:

Am uralten Teich
springt ein Frosch vom Uferrand
Ein Ton im Wasser.

Haiku von Matsuo Basho ( 1644-1694)

Der Senryu

Beim Haiku geht es um Eindrücke der Natur, beim Senryu steht das seelische Erleben im Vordergrund. Die Aufteilung: 5- 7- 5 Silben bleibt bestehen.

 

 

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