Kanzone

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KANZONE

Diese lyrische Form stammt aus der französischen Troubadour-Dichtung.

Die Kanzonenstrophe wird in den Aufgesang mit symmetrischen Teilen, Stollen genannt, und den Abgesang gegliedert. Stollen bestehen aus mindestens zwei Versen (Zeilen). Der Abgesang ist größer als ein einzelner Stollen, aber oft kleiner als beide Stollen zusammen. Auf- und Abgesang unterscheiden sich im Reimschema. Für die Versschlüsse (Kadenzen) gibt es keine Regel.

Das Metrum ist zwar nicht festgelegt, oft besteht es aber aus Jamben mit sieben und elf Silben.

Beispiel:

Schmetterlinge hier und da

Als konnten sie das Tanzen kaum erwarten (a)
entschlüpften bunte Falter still und leise. (b)
Sie schwebten leicht und munter durch den Garten (a)
und schmeckten süße Düfte auf der Reise. (b)
Ich war gerührt, ein Kribbeln spürt ich starten. (a)
Im Bauch kam der Besuch gleich scharenweise. (b)

Ich träumte, tanzte, so verging die Zeit (c)
und Schmetterlinge schwanden im Geleit (c)
von Duft und Wärme schöner Sommertage. (d)
Erst nächstes Jahr gibt’s eine Neuauflage. (d)

© by Thomas Brod 2011

 

 

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