Terzine

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TERZINE

Die Terzinenstrophe besteht aus drei Zeilen (Versen).

Als Metrum dient der fünfhebige Jambus. 10 silbig also bei betonter (männlicher) Endung (Kadenz) und 11 silbig bei unbetonter (weiblicher) Endung (Kadenz).

Von anderen Dreizeilern unterscheidet sich die Terzine durch ihr Endreimschema. Es reimen sich immer erste und dritte Zeile. Der Endreim des zweiten, also des mittlere Verses, wiederholt sich im ersten Vers der zweiten Strophe. So entsteht folgendes Reimschema:

aba bcb cdc ded efe fgf usw.

Die Zahl der Strophen ist nicht festgelegt. An die letzte Stophe wird aber noch eine Zeile (ein Vers) angefügt, damit der Endreim der zweite Zeile nicht als Reimwaise ganz allein bleibt.

Beispiel:

Aus Eiern schlüpfen Raupen nimmersatt, (a)
behaarte, glatte, bunte Lebewesen. (b)
Sie kriechen, fressen, doch nicht jedes Blatt, (a)

Manch Spinnerraupe frisst nur auserlesen. (b)
Wenn Raupen häuten und verpuppen sich, (c)
sind Kriecher sie die längste Zeit gewesen. (b)

Und die Verwandlung, die ist meisterlich. (c)
Ein Wunder wie ein Zauber sozusagen. (d)
Wenn Glieder strecken und entfaltet sich, (c)

die Schmetterlinge mit den Flügeln schlagen (d)
und sich in milde Lüfte dann erheben, (e)
sehn wir welch wunderschön Kostüm sie tragen. (d)

Das schöne Wesen mit dem zweiten Leben. (e)

© by Thomas Brod 2011

 

 

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