Schüttelreimgedichte
SCHÜTTELREIMGEDICHTE
Zum Schütteln braucht man zu einem vorgegebenen (vorgewählten) Reimpaar, ein zweites, das über kreuz, mit dem ersten zum Schüttelreim verkoppelbar ist.
Das Schütteln ist eine Technik für Reimer die Freude am Reimecho und der Lautwiederholung am Zeilenende haben. Beim Schütteln werden Wort-Fadenverbindungen, Wort-Verschränkungen und Wort-Kreuzungen erzeugt.
Für Schüttelreimgedichte sind Endreime also selbstverständlich. Zum gewohnten Gedicht gehört auch das Metrum, also der Verstakt (z.B. Jambus, Trochäus, Anapäst, Daktylus).
Hier erkläre ich ein paar Grundformen des Schüttelns:
1. kalter - fescher
Falter – Kescher
Normalfall, bei dem die beiden Anfangskonsonanten der betonten Reimsilben miteinander vertauscht werden
2. Ostpreise
Postreise
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immer Schwein
Schwimmer ein
Auch Wörter, die mit einem Vokal beginnen, sind reimfähig. Es kann Schüttelreimpaare geben, in denen nicht zwei Konsonanten gegeneinander ausgetauscht werden, sondern der eine Konsonant oder eine Konsonantengruppe den Platz wechselt.
3. Preisschwellen
Schweiß prellen
In diesem Fall steht den tontragenden Reimvokalen eine Gruppe von jeweils zwei Konsonanten voraus, die geschlossen vertauscht wird.
4. wärmer scheint
Schwärmer eint
Es ist bei Konsonantengruppen auch möglich, nur einen Teil davon zu vertauschen, wenn der Endreim erhalten bleibt.
Beispiel (zum Thema Schmetterling):
Die Puppen waren Lebens weise Retter,
drum schweben Falter nun im Reisewetter.
Erst Raupe, Puppe, dann ein Butterfly,
Ich warte, hoffe, rufe: flutter by!
© by Thomas Brod 2011
Bei den Endreimen gibt es die Möglichkeiten zu reimen
aabb (Paarreim)
abab (Kreuzreim)
abba (Blockreim, umarmender Reim)
Auflistung, Erklärung und Beispiele
© by Thomas Brod 2013